Bruce

Steckbrief:

Status: Notfall
Eingestellt am:
Geboren im: Mai 2013
Rasse / Gattung: Deutscher Schäferhund
Geschlecht: Männlich
Kastriert: Ja
Größe: 60 cm
Land / Ort:
Vermittlungsgebühr: 390 €

Ihr Ansprechpartner:

Fragen zu Bruce richten Sie bitte an:

Anja Griesand

anja.griesand@kanarenhunde.de

+49(0)6472 911444

Beschreibung

Bruce ist blind. Er wurde schon so gefunden. vermutlich hat man den armen Hund auch deshalb ausgesetzt.

Aus seiner Vergangenheit wissen wir, dass eine Frau ihn in der Dunkelheit leise weinen hörte. Bruce war in der Nähe einer Straßenkreuzung in einen Schacht gefallen. Die Feuerwehr befreite Bruce aus seiner misslichen Lage und brachte ihn ins Tierheim. Im Tierheim wurde festgestellt, dass Bruce eine Narbe um den Hals hat, vermutlich durch Haltung an einer Kette. Außerdem hatte er Ehrlichiose (Zeckenerkrankung) und wurde erfolgreich dagegen behandelt. Es wird vermutet, dass dies auch die Ursache seiner heutigen Blindheit ist.

In den ersten Wochen im Tierheim war Bruce ein ruhiger Hund.  So oft es möglich war, gingen die Gassigänger mit Bruce spazieren, denn er begann immer öfters zu zeigen, dass er sich in den kleinen Zwinger nicht wohl fühlte und genoss die Spaziergänge sehr. Man merkt auch nicht, dass er blind ist. Scheinbar nutzt er seine Riech- und Gehörsinn sehr gut.

Bruce liebt Menschen sehr. Er ist sehr gerne in ihrer Nähe. Er ist anhänglich und verschmust. Bruce kennt und mag Kinder. Er ist verspielt und freundlich.

Mit anderen Hunden ist er im Grunde verträglich, kann sich aber manchmal auch bedroht fühlen, wenn ein fremder Hund ihm zu nahe kommt. Es ist aber auch durch die besondere Stresssituation in dem total überfüllten Tierheim. Wie beängstigend muss es für Bruce sein, wenn er immer wieder Hunde bellen hört und kann nicht sehen was gerade passiert. Er hat sicherlich in der Vergangenheit einiges erlebt, was nicht schön war.

Wir würden uns sehr freuen, wenn sich jemand ein Herz fasst und Bruce ein Heim schenkt. Er ist ein sehr dankbarer Hund und hat es verdient glücklich zu sein!

Hier noch ein kleiner Leitfaden für den Umgang mit einem blinden Hund:

Wichtige Orte wie Futter-/Schlafplatz mit Duftölen versehen, damit sich der Hund an den Düften orientieren kann.

Den Futter- und Schlafplatz nicht verlegen. Bei Desorientierung sollte der Hund immer zu seinem Platz begleitet werden.

Unnötige Hindernisse, wie Schuhe, Möbel oder Schulranzen aus dem Weg räumen, damit Ihr Hund nicht stolpert!

Scharfkantige Gegenstände sollten nicht frei herumliegen.

An Familienmitgliedern und anderen Tieren im Haushalt ein Glöckchen befestigen, damit der Hund weiß, wo sich seine Familie bzw. sein Rudel gerade aufhält.

Schläft der erblindete Hund auf dem Sofa oder Bett, sollte der Sprungbereich davor immer freigehalten werden.

Beim Treppensteigen sollte geräuschvoll auf die jeweiligen Stufen aufgetreten werden, damit der erblindete Hund an den Geräuschen erkennen kann, wo sich die nächste Stufe befindet.

Für den Spaziergang sollte der erblindete Hund ein Halstuch mit Blindensymbol tragen.

Der erblindete Hund sollte für verschiedene Situationen unterschiedliche Kommandos und Rufbefehle erhalten. So zum Beispiel beim Spazierengehen, die Begriffe rechts bzw. links und ein gleichzeitiges Klatschen auf die jeweilige Seite des Oberschenkels. Geben Sie die Kommandos ruhig, damit sich der Hund nicht unnötig erschreckt!

Ein gesunder Zweithund kann dem blinden Hund eine große Unterstützung in alltäglichen Situationen oder bei der Orientierung auf einem Spaziergang sein.

Wenn Sie diese einfachen Tipps beherzigen, wird Ihr blinder Hund ein glückliches Leben führen und Ihnen viel Freude bereiten.

Quelle der 1o Tipps: www.agila.de